Die Herz-Körper-Geist-Verbindung

HeartsDie Herz-Körper-Geist-Verbindung

von Tanis Helliwell

Drei Jahren lang habe ich in Zürich einen Kurs Spirituelle Körper-Psychotherapie für Psychiater, Ärzte und Angehörige aus verschiedenen Heilberufen gegeben. Spirituelle Körper-Psychotherapie beinhaltet die Arbeit mit unserem Körperbewusstsein – für mich ist es das Körperelementarwesen – um die zugrunde liegenden spirituellen Ursachen von Krankheit und einer nicht optimalen Gesundheit festzustellen. In dieser Arbeit entdeckten wir, dass das Herz eine entscheidende Rolle dabei spielt, im Körper für Gesundheit zu sorgen und in der einzelnen Person spirituelle, emotionale und physische Gesundheit wiederherzustellen. Tatsächlich ist das Herz so intelligent wie das Gehirn und übt einen ebenso großen Einfluss auf uns aus, wenn es darum geht, wie wir unsere Gemütszustände, Verhaltensweisen und unser höchstes Glück bestimmen.

Nervenzellen im Herzen

Wir wissen, dass der emotionale Zustand der Mutter einen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns ihres sich noch in der Gebärmutter befindenden Kindes hat, und dass 50 Prozent der Herzzellen tatsächlich Nervenzellen sind. Das bedeutet, dass das Herz eine führende Intelligenz im Körper ist. Die Hälfte dieser Nervenzellen im Herzen ist beschäftigt damit, das gesamte Körpersystem in Harmonie zu bringen. Die andere Hälfte hält – mithilfe des ANF-Hormons – eine fortwährende Kommunikation mit dem limbischen (emotionalen) Gehirn aufrecht.

Das Ausmaß an bedingungsloser Liebe, das ein Kind bis zum Alter von drei Jahren empfängt, hat tiefgreifende Auswirkungen darauf, wie das Herz auf seine Umgebung reagiert. Wenn das Kind – und später der Erwachsene – sich sicher fühlt, dann neigt es dazu, seine Beziehungen mit anderen und mit der Welt aus einem positiven emotionalen Zustand heraus zu gestalten, es sucht neue Gelegenheiten zu wachsen, und es hat ein gutes Gefühl in Bezug auf sich selbst und andere. Wenn das Kind – und später der Erwachsene – sich nicht sicher oder geliebt fühlt, neigt es dazu, mit einem Kampf- oder Fluchtmuster zu reagieren, was zu Disharmonie in seinen gesamten Körpersystemen und in seinem Leben führt.

Negative und positive Emotionen beeinflussen das Herz

Das Institute of HeartMath führte viele Studien zu emotionaler Kohärenz durch, was die Fähigkeit bedeutet, einen harmonischen Zustand aufrechtzuerhalten, der mit einer andauernden, selbst-erschaffenen positiven Emotion einhergeht. Es versteht sich von selbst, dass dies wichtig ist, um generell optimale Gesundheit und ein Funktionieren im Leben aufrecht zu erhalten. Das Herz spielt dabei die Rolle des Schlüsselorgans. Wenn die Emotionen Liebe, Mitgefühl und Wertschätzung aufrechterhalten werden, erschafft das Herz ein kohärentes Muster, welches den gesamten Körper in Harmonie bringt. Positive Emotionen wie Liebe besitzen sogar die Fähigkeit, Nervenkreisläufe neu zu verschalten, so dass eine Person empfänglicher dafür ist, zukünftig positive Emotionen zu empfinden. Negative Emotionen wie Zorn, Ängstlichkeit, Ungeduld und Furcht haben den gegenteiligen Effekt auf das Herz und erzeugen Inkohärenz und Muster von Not und Bedrängnis.

Eine Studie der UCLA (University of California, Los Angeles) zeigte, dass buddhistische Mönche, deren Meditation darauf gerichtet war, mitfühlende Liebe zu erzeugen, Herzkohärenz aufwiesen. Eine andere Studie zeigte, dass ältere Zen-Mönche ebenfalls Herzkohärenz aufwiesen, während dies bei Anfänger-Mönchen nicht der Fall war. Je länger wir also Meditation praktiziert haben, umso stärker wirkt sich das auf die Herzkohärenz aus, doch haben nicht alle Arten von Meditation die gleichen günstigen Auswirkungen. Es scheint, als ob auf den Verstand oder auf Trennung ausgerichtete Techniken als solche keine Herzkohärenz produzieren, obwohl sie andere positive Effekte produzieren mögen. Techniken, bei denen Güte, Vergebung für andere und Mitgefühl praktiziert werden, heilen uns tatsächlich auf körperlicher Ebene, verbunden mit Gefühlen von Glück und Wohlbefinden.

Vom Herzen ausgeschüttete Liebeshormone

Das Herz hemmt die Freigabe von Stresshormonen und stimuliert die Funktion und das Wachstum der Fortpflanzungsorgane. Zusammen mit dem Gehirn stellt es auch Oxytocin, was gemeinhin das ‚Liebes’- oder ‚Bindungshormon’ genannt wird, her und schüttet es aus. Die Menge des im Herzen produzierten Oxytocin ist so groß wie diejenige im Gehirn. Oxytocin hat mit der Bindung zwischen Mutter und Kind bei der Geburt, beim Stillen und mit den mütterlichen Gefühlen zu tun. Dieses Hormon ist auch an der Entwicklung von Vertrauen, Toleranz, vielschichtigem Sexualverhalten als auch dem Erlernen und Erkennen von zwischenmenschlichen Anspielungen und dem Herstellen von partnerschaftlichen Bindungen zu einer anderen Person beteiligt.

Das Herz wirkt sich auf das globale Bewusstsein aus

Die elektromagnetische Leistung des Herzens dehnt sich mindestens dreieinhalb Meter über den Körper hinaus aus und ist so kraftvoll, dass man ca. 91 cm vom tatsächlichen Herzen entfernt noch ein EKG durchführen kann. Deshalb können wir die Gefühle einer anderen Person wahrnehmen, unabhängig von deren Worten oder Handlungen. Darüber hinaus haben Karl Pribram und andere Wissenschaftler entdeckt, dass das Herz, so wie das Gehirn, außerhalb des physischen Körpers Informationen in Form von Energiefrequenzen erhält und dass diese Informationen nicht auf Raum und Zeit begrenzt sind und an das, was ein globales oder universelles Bewusstsein genannt werden könnte, gekoppelt sind. Das bedeutet, dass je mehr unser Herz eine kohärente positive Energiesignatur erkennt, umso mehr gehen wir uns in Resonanz zu anderen überall auf der Erde und unterstützen durch unsere eigene Liebesfrequenz diese dabei, ebenfalls in diese Resonanz zu gehen.

Tanis Helliwell, M.Ed., speaks more about the importance of the Body Elemental in her DVD Elementals and Nature Spirits. You can order it from her bookstore at http://www.tanishelliwell.com

Tanis ist die Autorin von Elfenreise, Elfensommer, Erkenne deine Bestimmung und Mit der Seele arbeiten und einem Gedichtband Umarmt von der Liebe