Schreiben –eine Art zu leben

Tanis - signing 2Einer meiner Verleger bat mich, ihm etwas zur Frage, warum ich Bücher schreibe, zu schicken – und ich habe mir überlegt, euch, liebe Leser, daran teilhaben zu lassen, da auch von eurer Seite dieses Thema öfters angesprochen wird. Ich hoffe, dass ihr euch durch meine Antworten inspiriert fühlt zu schreiben – falls das nicht sowieso schon der Fall ist.

Erinnerst Du Dich an die erste Geschichte, die Du geschrieben hast? 
Ich war in der 12. Klasse der weiterführenden Schule – und übrigens nicht besonders gut – da beschlossen einige meiner schulisch erfolgreicheren Freunde, sich an einem Wettbewerb zu beteiligen mit dem Ziel, die beste Geschichte für unser Jahrbuch zu schreiben. Ich entschied mich, ebenfalls eine Geschichte zu schreiben, war aber so unsicher, dass ich meinen Namen nicht daruntersetzte. Ich gewann, doch als die Geschichte gedruckt und in der Versammlung der Preis vergeben wurde, verkündeten die Veranstalter, dass der Verfasser unbekannt sei. Das hatte zwei Dinge zur Folge: Erstens war mein Selbstwertgefühl in Bezug auf meine Fähigkeit zu schreiben gewachsen und zweitens beschloss ich, zukünftig auch eine Ablehnung zu riskieren, um zu dem zu stehen, woran ich glaube.

Wann hast Du zum ersten Mal begonnen zu schreiben? 
Ich hatte nie vor, Schriftstellerin zu werden. Gleichzeitig habe ich mein ganzes Leben lang ein persönliches Journal geführt, und meinen ersten Abschluss auf der Universität machte ich in Englisch und Psychologie, doch meine Noten waren nie hervorragend. Jahrelang gab ich spirituelle Kurse, führte eine Therapiepraxis, die auf spirituelle Transformation spezialisiert war und arbeitete als Managementberaterin. Dann, eines Tages – ich war Anfang Dreißig – hörte ich während meiner Meditation ganz deutlich, dass ich mich 3 Monate lang zurückziehen und ein Buch schreiben sollte. „Zu welchem Thema?“, fragte ich. „Das werden wir dir zum gegebenen Zeitpunkt mitteilen“, wurde mir gesagt. Gehorsam gegenüber dem Göttlichen, erklärte ich mich einverstanden, und so schrieb ich mein erstes Buch mit dem Titel Decoding Destiny: Keys to Mankind’s Spiritual Evolution. Die Auflage von 5000 Exemplaren ist seit langem ausverkauft und, nachdem ich 20 Jahre lang die Informationen aus dem Buch gelehrt hatte, schrieb ich eine Neufassung dieses Buches unter dem Titel Decoding Your Destiny: Keys to Humanity’s Spiritual Transformation(deutsche Fassung: Erkenne deine Bestimmung – Schlüssel zur spirituellen Transformation der Menschheit). Ich schrieb mein erstes Buch, weil das Göttliche es wollte, und bis zum heutigen Tag schreibe ich Bücher aus demselben Grund.

Wie sieht Dein Prozess des Schreibens aus? 
Obwohl meine zwei Bücher Elfensommer und Elfenreisesich wie Romane lesen, sind sie in Wirklichkeit keine Fiktion, was für alle meine Bücher gilt. Da es um Tatsachen geht, brauche ich, wenn ich schreibe, zusammenhängend über Wochen hinweg Ruhe und Konzentration. Ich muss mich auf das konzentrieren, was meine höchste Wahrheit ist, darauf, wie ich meinen Lesern am besten helfen kann. Ich liebe Humor, und ganz besonders den schwarzen irischen Humor, doch darunter liegend erkenne ich auch immer so etwas wie eine tiefe Erfahrung und Transformation, und ich möchte meinen Lesern helfen, Freude sowohl am Witz als auch am Lernen zu haben.

Erinnerst Du Dich an die erste Geschichte, die Du gelesen hast und daran, welche Wirkung diese auf Dich hatte? 
Als Teenager gab es zwei Geschichten, die einen tiefen Eindruck auf mich machten. Die erste war People of the Kalaharivon Laurens van der Post, die von den Buschmenschen der Kalahari-Wüste in Afrika handelt. Die zweite war People of the Deer des kanadischen Autors Farley Mowat. In beiden Büchern wird von Völkern berichtet, die dabei sind auszusterben, und ich fühlte mich berufen, etwas zu tun, um zu helfen – wie das eben bei jungen Menschen so ist. Ich schrieb an beide Autoren, um sie zu fragen, was ich tun könnte. Keiner antwortete mir. Heute beantworte ich alle Emails meiner Leser, weil ich weiß, wie wichtig es ist, mit jedem zu kommunizieren, der von meinen Büchern so sehr bewegt ist, dass er mir schreibt.

Was hat Dich dazu motiviert, eine Indie-Autorin zu werden? 
Ich lese immer noch gerne Bücher aus Papier, doch habe ich das Gefühl, dass wir immer mehr auf E-Books übergehen werden. Ich arbeite viel mit der ätherischen Welt – einer höheren Frequenz, in der unsere Gedanken unsere Wirklichkeit erschaffen. Das Internet, das Web, Handys – sie alle verwenden den Äther, und das entspricht der nächsten Stufe in unserer Evolution, also verwende ich E-Books für meine Kommunikation im ätherischen Bereich.

Was macht Dir beim Schreiben die größte Freude? 
Die größte Freude ist für mich, wenn ich durch das Schreiben mich selbst auf einer tieferen Ebene kennenlerne und dieses Aha-Erlebnis dann begeistert meinen Lesern anbieten kann.

Was ist das Thema Deines letzten Buches? 
Mein letztes Buch ist „Mit der Seele arbeiten"Die Leser erhalten die spirituellen Werkzeuge an die Hand, mit deren Hilfe sie ihre persönlichen Ziele und die ihrer Seele in Balance bringen und erfolgreich in der Welt manifestieren können. Viele spirituelle Menschen haben Schwierigkeiten, materielle Fülle zu manifestieren, und in diesem Buch finden sie Techniken, die ihnen dabei helfen. Ich wurde als Mystikerin geboren, die mit Wesen in anderen Reichen kommuniziert, und doch habe ich mein ganzes Leben in der realen Welt als Managementberaterin und Psychotherapeutin gearbeitet. Wir können spirituell sein und trotzdem in dieser Welt Erfolg haben.

Schreibst Du gegenwärtig ein weiteres Buch? 
Zur Zeit schreibe ich an zwei Büchern zu den Themen Nicht ganz von dieser Welt und Uncage Your Heart(Befrei dein Herz aus seinem Käfig). Ich gebe Kurse zu diesen Themen und fühle mich sehr inspiriert durch das, was dabei zum Vorschein kommt.

Was bedeuten Dir Deine Fans? 
Ich brauche ungefähr zwei Jahre, um ein Buch zu schreiben – vom Beginn bis zum Ende – und ich tue es, weil ich das Gefühl habe, dass andere von dem, was ich schreibe, einen Nutzen haben könnten. Die Leser sind meine Freunde. Ich spreche zu ihnen, während ich schreibe. Ich lache über das, worüber sie lachen werden. Ich bin gerührt, wenn sie mir anerkennende und liebevolle Worte zu meinen Büchern schreiben. Ganz herzlichen Dank, liebe Leserinnen und Leser.