Zwei Wahlmöglichkeiten

at Diamond HeartGelegenheiten, getarnt als Herausforderungen

von Tanis Helliwell

„Zwei Wege zweigten voneinander ab im Wald, und ich –

Ich nahm den einen, der weniger begangen,

Und das hat ausgemacht den ganzen Unterschied.” Robert Frost

Wir befinden uns in einer neuen Zeit in der Geschichte der Menschheit. Es ist eine Zeit des Paradoxons, wo es zwei Wahlmöglichkeiten gibt und der Weg zwischen ihnen mit Nebel erfüllt ist. Die Buddhisten sagen, dass an der Pforte zum Tempel des inneren Selbst zwei Wachhunde sitzen, deren Namen Paradox und Verwirrung sind. Genau damit sind wir gegenwärtig konfrontiert.

Wir erwachen als Kollektiv zu der Realität, dass alle Menschen in einem globalen Netz miteinander verbunden sind, auf der körperlichen Ebene, der ökonomischen und sogar der spirituellen. Angesichts des Ernstes von globaler Erwärmung, fortgesetzter Gewalt und Krieg in der Welt, der steigenden Ungleichheit zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen und des fallenden amerikanischen Dollars erkennen die Menschen in steigendem Maße, dass es nichts gibt, auf das sie sich verlassen können. Buddha sagte, dass die Ursache für alles Leid in unserem Verhaftet-Sein an Dinge dieser Welt liegt, aber das hat uns nicht daran gehindert, dass wir auch weiterhin an unseren Bequemlichkeiten hängen, oder? Jetzt machen wir die Erfahrung dieser Wirklichkeit. Für die Menschheit als Rasse bedeutet es einen Fortschritt, wenn diese Trennung zwischen der Theorie und dem Erfahren der Theorie als einer Realität aufgehoben wird.

Ja, dies ist auf eine schmerzhafte Art geschehen, doch vieles davon hat mit dem Schmerz zu tun, aus einer alten Art des Seins herauszuwachsen. Vor zehn Jahren begannen wir mit diesem Wachstum in Nordamerika, als wesentliche Firmen und multinationale Konzerne durch einen ernsthaften Personalabbau gingen und viele Menschen in die Arbeitslosigkeit warfen. Dieser Personalabbau machte den Menschen klar, dass sie für ihr Leben vollständig selbst verantwortlich waren und sich nicht darauf verlassen konnten, dass ihr Arbeitgeber für sie sorgen würde. Mit anderen Worten, selbst wenn man gute Arbeit für ein Unternehmen leistete, war das keineswegs gleichbedeutend mit einem garantierten Arbeitsplatz.

Zur selben Zeit, als unsere Sicherheit am Arbeitsplatz ins Wanken gekommen ist, wurden auch unsere spirituellen Fundamente ins Wanken gebracht. Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte wurden die Kirche und viele andere spirituellen Traditionen von einem Skandal nach dem anderen erschüttert. Dadurch haben wir gelernt, nicht allen religiösen und geistigen Führern nur aufgrund ihres Amtes unbesehen zu vertrauen. Auf ähnliche Weise haben wir erkannt, dass wir vielen unserer politischen Führer in Bezug auf ihre persönliche Ethik nicht vertrauen können, was uns natürlich zu der Überlegung bringt, ob wir ihnen überhaupt trauen können. Was haben wir also gelernt aus dem Zusammenbruch unseres alten Wertesystems, das darauf beruhte, dass unsere Arbeitgeber und unsere religiösen und politischen Führer mehr als wir wissen und uns in das gelobte Land führen würden?

Wir haben die Notwendigkeit erkannt, nicht darauf zu vertrauen, dass andere uns retten werden. Und zur Zeit lernen wir, unsere eigenen Werte zu überprüfen und die Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen. Und wir lernen, dass es etwas ausmacht, was jeder Einzelne von uns tut. Und diese Bewusstseinsveränderung hat sich in einer sehr kurzen Zeitspanne in der menschlichen Geschichte ereignet. Wir waren in der Lage, dies in Bezug auf unsere religiösen, politischen und organisatorischen Institutionen zu bewerkstelligen, und jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns an den nächsten Schritt, an unsere eigene persönliche Transformation machen. Aber das ist nicht einfach. Ich denke, dass die Menschen aufwachen und sich der Herausforderung stellen wollen und auch die richtige Entscheidung treffen wollen. Jedoch ist es äußerst schwierig, die Auswahl an Zukunftsmöglichkeiten durchzusehen und die geeignete für unser eigenes Leben, für unser Land und für die Welt auszuwählen. Das bedeutet nicht, dass wir irgendetwas falsch machen. Es hat damit zu tun, dass in der gegenwärtigen Phase all die alten Muster, alten Glaubenssätze und alten Verhaltensweisen immer noch dabei sind, sich zu entwirren.

Gegenwärtig erleben viele Menschen eine größere Verwirrung in Bezug auf das, was sie denken sollen und was sie als nächstes in ihrem Leben tun sollen. Das wird sich oft so anfühlen, als ob wir die Wahl hätten zwischen zwei – oder sogar mehr – gleich guten Möglichkeiten, und da fällt es schwer zu entscheiden, welches die richtige Wahl ist. Wir leben in einer Zeit von unglaublicher Ambivalenz. Die alten Antworten sind nicht mehr dienlich und das wissen wir. Jedoch haben wir nicht alle Fakten, die den neu einzuschlagenden Pfad klar aufzeigen würden, und so warten wir darauf, dass diese neuen Fakten sich präsentieren. Es ist, als ob uns jetzt bewusst wäre, dass wir die freie Wahl haben, die Zukunft zu erschaffen, die wir wollen – und wir können uns nicht entscheiden, welche Zukunft die beste zu sein scheint. Woher kommt das?

Es hat damit zu tun, dass wir Zugang bekommen zu höheren Schwingungen des Wissens und zu subtileren Formen von Wahrheit, als die meisten von uns sich jemals zuvor vorgestellt haben. Wir leben nicht länger in einer schwarz-weißen Welt, wo es die bösen und die guten Jungs gibt, die Wahl zwischen schwarz und weiß. Wir erforschen jetzt verschiedene Farbschattierungen; wir müssen die Funktion dieser neuen Farben verstehen, bevor wir mit den neuen Konzepten arbeiten können. Diese neuen Farben könnten Mitgefühl genannt werden, Gelassenheit, Gleichheit für alle, Flexibilität, Toleranz, Geduld, Vergebung. Ich führe diese Qualitäten auf, um eine Vorstellung davon zu geben, wovon ich spreche, doch deuten diese Begriffe lediglich in die richtige Richtung. Sie sind noch keine volle Erfahrung davon, was diese Worte bedeuten, wenn wir sie tatsächlich praktizieren. Momentan fangen wir gerade an, die tiefere Erfahrung dieser Worte in der Praxis zu begreifen.

Während diese Bewußtseinsverschiebung geschieht, kann es sein, dass wir einen Fuß in der alten Welt haben, die wir hinter uns lassen, und einen Fuß in der neuen Welt, die im Entstehen ist. In jedem gegebenen Moment fühlen wir vielleicht eine große Ambivalenz, für welche dieser Welten wir am besten unsere Energie einsetzen sollen. Deshalb schwanken wir zwischen den beiden vor und zurück. Die alte Welt von schwarz und weiß ist bekannt, bequem und befriedigt oft die eher konkreten Bedürfnisse unserer Persönlichkeit. Die neuere Welt der Farbe ist unbekannt, besitzt unbegrenzte Möglichkeiten, fühlt sich aufregend an und doch auch beängstigend, und befriedigt das höhere Potential dessen, was sein kann.

Gegenwärtig existieren diese beiden Realitäten gleichzeitig nebeneinander, und das zu leugnen, würde bedeuten, uns einen schlechten Dienst zu erweisen. Es ist sehr stressig und Angst verursachend, in diesen sich verändernden Zeiten eine solide Basis herzustellen. Die beste Vorgehensweise liegt darin, sich mit der Tatsache abzufinden, dass keiner von uns alle Variablen der Situation kennt. Das Beste, was wir erhoffen können, ist, dass wir einen offenen Verstand und ein offenes Herz bewahren, um uns alle Standpunkte anzuhören – sowohl unsere als auch die der anderen. Wir können lernen, auf einer tiefen Ebene sowohl auf uns selbst als auch auf andere zu hören, um zu entscheiden, ob wir von einem Ort der Furcht oder der Liebe, des Todes oder des Lebens kommen. Am Ende sehen wir uns diesen zwei Polen gegenüber, zwischen denen wir uns entscheiden müssen. Und diese Energien sind polare Gegensätze. Lasst uns nicht an der Furcht festhalten, wenn wir uns an diesem Punkt in unserer Geschichte zu Liebe und Leben erheben können.

Tanis Helliwell, eine Mystikerin in der modernen Welt, bringt seit über 30 Jahren spirituelles Bewusstsein in die Mainstream-Gesellschaft. Seit ihrer Kindheit sieht und hört sie auf anderen Ebenen Elementarwesen, Engel und Meisterlehrer. Tanis ist die Gründerin des International Institute for Transformation (IIT), welches Programme anbietet, um Menschen dabei zu unterstützen, bewusste Schöpfer zu werden, die mit den spirituellen Gesetzmäßigkeiten arbeiten, durch welche unsere Welt regiert wird.

Tanis ist die Autorin von Elfensommer, Elfenreise, Nicht ganz von dieser Welt, Die Hohen Wesen von Hawaii Umarmt von der Liebe, Mit der Seele arbeiten, Erkenne deine Bestimmung und Die Hohen Wesen von Hawaii.

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