Meditation im Tun

man on bench by lakevon Tanis Helliwell

Ein Gebet, das wir jeden Tag sprechen können, während wir unserer Arbeit nachgehen:

„Gott, dies sind deine Hände. Nun sieh zu, dass du dich nicht blamierst.“ 

Drei Pfade zur Bewusstheit:

Erstens – Der kontemplative Pfad

Im Wesentlichen gibt es drei Arten, ein spirituelles Leben zu führen. Einer davon ist es, sich von der Welt zurückzuziehen, um in Klöstern und Höhlen zu meditieren, chanten, beten und sich mit Handlungen zu beschäftigen, die hoffentlich zu Bewusstheit und Erleuchtung führen. Dies ist der für Nonnen, Priester, Mönche und Yogis aller verschiedenen Traditionen übliche Weg und er war vielleicht stärker verbreitet in der Vergangenheit. Heutzutage sehen wir vermehrt Nonnen als Lehrerinnen arbeiten und tibetische Mönche, die sich auf Vortragsreisen begeben. Dennoch bleibt für manche Menschen der kontemplative Pfad ein praktikabler Weg, entweder ihr ganzes Leben lang oder für eine gewisse Zeit ihres Lebens.

Zweitens – Unterstützung von Menschen, welche auf der Seelenebene arbeiten

Der zweite Pfad zur Erleuchtung liegt in der Unterstützung von Gemeinschaften und Individuen, welche sich Aufgaben widmen, die sich positiv auf die Seele der Menschen auswirken. Dies ist kein neuer Weg. Im Mittelalter gab es so genannte Oblaten, welche in der Welt Verpflichtungen hatten und die sich mit Mönchen und religiösen Orden zusammentaten. Diese Oblaten erwarteten, dass die Mönche für sie beteten und die Oblaten gaben im Gegenzug dafür den Mönchen einen Teil ihres Einkommens. Eine ähnliche Praxis gibt es in Indien und Südostasien, wo die Mönche jeden Morgen mit ihrer Schale in die Gemeinde gehen und die Menschen Essen in die Schale legen. In der westlichen Welt können wir uns auf diesem zweiten Pfad engagieren, indem wir den „Zehnten“ (10 % unseres Einkommens) an Kirchen oder gemeinnützige Institutionen geben.

Drittens –Meditation im Tun

Der dritte Weg, ein spirituelles Leben zu führen, ist das Bestreben, in unserer Arbeit für mehr Liebe zu sorgen, und zwar jeden Tag und in jeder Hinsicht. Das ist der Pfad des Herzens und der Hauptpfad, der den meisten von uns zur Verfügung steht, wobei wir unsere spirituelle Praxis in unser Alltagsleben integrieren und Meditation im Tun praktizieren.

In der letzten Woche konnte ich ein ausgezeichnetes Beispiel dafür beobachten, als ich in einem meiner liebsten Cafés meinen Brunch einnahm. Es gehört einem verheirateten Paar, und Barbara ist eine Meisterin, was einen von Herzen kommenden Service angeht. Sie heißt jeden willkommen, der ins Café kommt und bemüht sich, denjenigen tatsächlich kennenzulernen. Wie sagt sie so schön: „Für uns ist das einfach, denn wir mögen jeden, der zu uns kommt.“

Bei ihr verkehren die unterschiedlichsten Kunden. An besagtem Tag saß am Nachbartisch ein Mann, der regelmäßig von Seattle kommt und laut Barbara jedes Mal dasselbe bestellt – ein Vindaloo Omlette. Die beiden Frauen am Tisch rechts von mir waren in der Filmbranche tätig, und Barbara wusste alles über ihre Arbeit und unterhielt sich angeregt mit ihnen über ihre momentanen Erfolge und Misserfolge. Weil die Menschen sich aufgrund ihrer Einstellung bei Barbara willkommen und zuhause fühlen, kommen 95 % ihrer Kunden immer wieder und 80 % essen mindestens einmal in vierzehn Tagen bei ihr.

Liebe, Mitgefühl und Wertschätzung – Schlüssel zum Wohlergehen

Kürzliche Studien des Institute of HeartMath haben gezeigt, dass die drei Dinge, die unser Herz in ein harmonisches, kohärentes Muster bringen, welches Gesundheit und Wohlergehen begünstigt, Liebe, Mitgefühl und Wertschätzung sind. Je öfter und länger wir andere wertschätzen und uns von anderen wertgeschätzt fühlen, umso größer ist die Kohärenz, die Übereinstimmung, in der sich unser Herz befindet, was einen ruhigen, entspannten Zustand begünstigt, in dem wir aufmerksam sind und unsere Aufgaben effektiv erfüllen können. Aufgrund des rhythmischen Musters und des unglaublich starken elektromagnetischen Feldes des Herzens reißt es, wenn es in Kohärenz geht, unsere übrigen Körpersysteme mit, so dass diese sich in Übereinstimmung mit ihm bringen. Außerdem zeigen Studien, dass das Herz, wie das Gehirn, ein globales Energiesystem ist, das Informationen auf holographische Weise verschlüsselt und verteilt.

Manchmal nehmen wir uns in unserer Welt nicht die Zeit, Menschen kennenzulernen und sie wertzuschätzen und uns für ihr Leben zu interessieren. Dabei ist das etwas, wonach wir alle zutiefst suchen, es gibt unserem Herzen und unserer Seele Nahrung und tatsächlich erschafft es mehr Frieden und Liebe in der Welt. Es ist schön, von Vorbildern wie Barbara an die Wichtigkeit von Liebe und Wertschätzung erinnert zu werden.

Tanis Helliwell, eine Mystikerin in der modernen Welt, bringt seit über 30 Jahren spirituelles Bewusstsein in die Mainstream-Gesellschaft. Seit ihrer Kindheit sieht und hört sie auf anderen Ebenen Elementarwesen, Engel und Meisterlehrer. Tanis ist die Gründerin des International Institute for Transformation (IIT), welches Programme anbietet, um Menschen dabei zu unterstützen, bewusste Schöpfer zu werden, die mit den spirituellen Gesetzmäßigkeiten arbeiten, durch welche unsere Welt regiert wird.

Tanis ist die Autorin von Elfensommer, Elfenreise, Nicht ganz von dieser Welt, Die Hohen Wesen von Hawaii Umarmt von der Liebe, Mit der Seele arbeiten, Erkenne deine Bestimmung und Die Hohen Wesen von Hawaii.

Informationen zu unseren Kursen und Meditationsretreats: www. iitransform.com